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Wer heute die Theorie-App für den Führerschein das erste Mal öffnet, starrt meist fassungslos auf die Statusanzeige: Über tausend Fragen, hunderte Videos und komplizierte Faustformeln. Im Jahr 2026 ist der amtliche Fragenkatalog so umfangreich wie nie zuvor, da moderne Assistenzsysteme und neue Mobilitätsregeln den Stoff massiv aufgebläht haben. Doch keine Sorge: Du musst nicht das gesamte Regelwerk auswendig lernen, um sicher durch die Prüfung zu kommen. In diesem Guide schlüsseln wir den Katalog 2026 präzise auf und zeigen dir, wie du mit der richtigen Taktik nur das lernst, was wirklich zählt.
Der Moment, in dem man das erste Mal eine Theorie-App öffnet, ist oft von einem leichten Schock begleitet. Man sieht eine Zahl wie „0/1149 Fragen gelernt“ und fragt sich: Wie soll ich das jemals schaffen? Ist das überhaupt menschenmöglich in wenigen Wochen?
Im Jahr 2026 ist der Fragenkatalog für den deutschen Führerschein so umfangreich wie nie zuvor. Durch neue Regelungen zur Mikromobilität (E-Scooter), verstärkte Umweltauflagen und die Einführung komplexerer Videofragen ist die schiere Masse an Informationen gewachsen. In diesem ausführlichen Guide erklären wir dir exakt, wie viele Fragen du für welche Klasse lernen musst, warum der Katalog so groß ist und – am wichtigsten – wie du ihn bezwingst, ohne den Verstand zu verlieren.
1. Die Anatomie des Fragenkatalogs 2026
Bevor wir zu den Zahlen kommen, musst du verstehen, wie der Katalog aufgebaut ist. Er ist kein riesiger Haufen ungeordneter Fragen, sondern ein modulares System, das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ständig weiterentwickelt wird.
Grundstoff vs. Zusatzstoff: Das Fundament
Jeder Führerscheinbewerber in Deutschland muss den sogenannten Grundstoff beherrschen. Hierbei handelt es sich um das allgemeine Verkehrswissen, das für alle Teilnehmer im Straßenverkehr relevant ist. Dazu gehören Themen wie Vorfahrtregeln, Verkehrszeichen, Umweltschutz, menschliches Verhalten im Straßenverkehr und die Gefahrenlehre.
Der Zusatzstoff hingegen ist spezifisch auf das jeweilige Fahrzeug zugeschnitten, für das du die Fahrerlaubnis erwerben möchtest. Bei der Klasse B (PKW) umfasst dieser Stoff technische Details zum Auto, Anhängelasten und spezifische Fahrphysik. Bei der Klasse A (Motorrad) geht es zusätzlich um Schutzkleidung, Schräglage und die besonderen Risiken für Zweiradfahrer.
2. Die exakten Zahlen: Wie viele Fragen für welche Klasse?
Die Anzahl der Fragen variiert je nach Führerscheinklasse und Vorbesitz einer anderen Klasse. Im Jahr 2026 umfasst der gesamte Fragenstamm weit über 1.500 Fragen, aber keine Sorge: Du musst nicht alle lernen.
Klasse B (Der klassische Autoführerschein)
Dies ist die am häufigsten gewählte Klasse. Hier sind die Zahlen für Ersterwerber:
- Grundstoff: ca. 522 Fragen
- Zusatzstoff: ca. 243 Fragen
- Gesamtanzahl: 765 Fragen
In der Prüfung werden davon 30 Fragen gestellt (20 Grundstoff, 10 Zusatzstoff). Du darfst maximal 10 Fehlerpunkte haben, wobei zwei falsch beantwortete 5-Punkte-Fragen zum sofortigen Nichtbestehen führen.
Klasse A, A1, A2 (Motorräder)
Für die Zweirad-Enthusiasten ist der Katalog etwas umfangreicher:
- Grundstoff: 522 Fragen
- Zusatzstoff: ca. 267 Fragen
- Gesamtanzahl: 789 Fragen
Klasse AM (Roller & Moped)
Hier ist der Katalog deutlich fokussierter:
- Gesamtanzahl: ca. 449 Fragen
Klasse C (LKW) und D (Bus)
Für die Profis wird es richtig massiv. Hier geht es um Druckluftbremsen, Ladungssicherung und Sozialvorschriften:
- Gesamtanzahl: über 900 Fragen pro Klasse.
3. Die bürokratische Hürde: Warum es 2026 länger dauert
Wer glaubt, er könne sich einfach bei der Prüfung anmelden, irrt gewaltig. Die Bürokratie im Jahr 2026 ist eine der größten Hürden. Bevor du überhaupt zur Theorieprüfung zugelassen wirst, musst du den „Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis“ bei deiner örtlichen Führerscheinstelle stellen.
Dieser Prozess kann je nach Region zwischen 4 und 12 Wochen dauern. In dieser Zeit musst du:
- Einen Sehtest absolvieren (nicht älter als 2 Jahre).
- Einen Erste-Hilfe-Kurs belegen (9 Unterrichtseinheiten).
- Ein biometrisches Passbild einreichen.
- Die Gebühr für die Behörde entrichten.
Erst wenn die Behörde den Prüfauftrag an den TÜV oder die DEKRA übermittelt hat, kannst du einen Termin für die Theorieprüfung vereinbaren. Ohne diesen “Prüfauftrag” bleibt die App dein einziger Begleiter, da die Anmeldung zur echten Prüfung gesperrt bleibt.
4. Die Kostenexplosion: Warum bis zu 4.500 Euro?
Viele Eltern sind schockiert, wenn sie die heutigen Preise sehen. 2026 setzen sich die Kosten wie folgt zusammen:
- Grundbetrag der Fahrschule: 300 - 600 Euro (beinhaltet den Theorieunterricht).
- Lehrmaterialien/App: 20 - 80 Euro.
- Fahrstunden (Übungsstunden): 55 - 75 Euro pro 45 Minuten.
- Sonderfahrten (Überland, Autobahn, Nacht): 65 - 95 Euro pro 45 Minuten.
- Prüfungsgebühren (Theorie & Praxis): ca. 250 - 350 Euro (inkl. Gebühren für TÜV/DEKRA und Fahrschule).
Im Durchschnitt benötigt ein Fahrschüler in Deutschland etwa 30 bis 40 Fahrstunden. Wer in einer Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg lernt, landet oft am oberen Ende der Preisskala. Ein wesentlicher Faktor sind auch die gestiegenen Energiekosten und die Anschaffung von modernen Elektrofahrzeugen für den Fuhrpark der Fahrschulen.
5. Die Revolution von 2026: Warum der Katalog wächst
Der Katalog wird zweimal jährlich (jeweils zum 1. April und 1. Oktober) aktualisiert. Im Jahr 2026 gibt es drei Hauptfaktoren für den Zuwachs:
Fokus auf Assistenzsysteme
Früher reichte es zu wissen, wie man blinkt. Heute musst du verstehen, wie der Notbremsassistent (AEB), der Spurhalteassistent (LKA) und der adaptive Tempomat (ACC) interagieren. Es gibt neue Fragen dazu, wie man reagiert, wenn diese Systeme bei Glätte oder Sensorausfall versagen. Die Automatisierung des Fahrens (Level 2 und Level 3) ist nun fester Bestandteil der Theorie.
Ökologisches Fahren und E-Mobilität
Ein großer Teil des Katalogs 2026 befasst sich mit der Nachhaltigkeit. Wie lädt man ein E-Auto effizient? Was bedeutet “Rekuperation”? Wie verhält sich die Reichweite bei extremen Minustemperaturen? Diese Fragen zielen darauf ab, eine neue Generation von umweltbewussten Fahrern auszubilden. Sogar das richtige Verhalten an öffentlichen Ladesäulen wird mittlerweile abgefragt.
Hochauflösende Videofragen
Die “Mutter aller Hürden” sind die Videofragen. 2026 sind diese in 4K-Qualität animiert und simulieren extrem komplexe Stadtsituationen. In der Prüfung darfst du das Video maximal fünfmal ansehen, bevor du die Fragen beantworten musst. Es gibt mittlerweile über 150 dieser Videos im Katalog. Diese Videos sind keine reinen “Filme” mehr, sondern fordern eine 360-Grad-Aufmerksamkeit: Was passiert im Rückspiegel? Was macht der Radfahrer auf der rechten Seite?
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6. Tiefgreifende Gefahrenlehre: Die 5-Punkte-Fragen
In der Theorieprüfung 2026 gibt es eine klare Hierarchie. Fragen zur Gefahrenlehre sind fast immer 5 Punkte wert. Das bedeutet: Wenn du zwei dieser Fragen falsch beantwortest, bist du durchgefallen – auch wenn alle anderen 28 Fragen richtig sind.
Zu den kritischen Themen gehören:
- Drogen und Alkohol: Die Auswirkungen von Cannabis am Steuer sind 2026 aufgrund der veränderten Gesetzeslage ein Schwerpunkt.
- Vorfahrt: Klassische “Rechts-vor-Links”-Situationen, aber auch komplexe Kreisverkehre.
- Geschwindigkeit: Bremswegberechnungen unter Stress.
- Überholen: Besonders das Überholen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Bussen an Haltestellen.
7. Die Psychologie des Lernens: 765 Fragen bezwingen
Wenn du die Zahl 765 hörst, geht dein Gehirn in den Abwehrmodus. Aber lass uns das mathematisch zerlegen.
Der 60/20/20-Split
- 60% “Gesunder Menschenverstand”: Etwa 450 Fragen beantwortest du intuitiv richtig. (Darf man bei Rot fahren? Nein. Darf man betrunken fahren? Nein.)
- 20% “Lernstoff”: Hier geht es um Schilder, die du noch nie gesehen hast, oder spezifische Vorfahrtregeln (z.B. rechts vor links in abgeknickten Vorfahrtstraßen).
- 20% “Harte Fakten”: Das sind die Bremswegformeln ($v/10 \times v/10$), Anhängelasten und technische Zahlen. Das sind die etwa 150 Fragen, die du wirklich auswendig lernen musst.
Die Macht der Theorie-App
Im Jahr 2026 lernt niemand mehr mit Papierbögen. Warum? Weil moderne Apps einen Lern-Algorithmus nutzen. Die App erkennt, welche Fragen du immer wieder falsch machst, und präsentiert sie dir häufiger (Spaced Repetition). Dadurch lernst du nicht 765 Fragen, sondern konzentrierst dich auf die 150, die dich wirklich herausfordern. Dieser personalisierte Lernpfad spart im Schnitt 15 Stunden reine Lernzeit.
8. Schritt-für-Schritt-Plan zum Erfolg
Wie schaffst du es, in 14 Tagen prüfungsbereit zu sein?
Phase 1: Die Erkundung (Tag 1-3)
Gehe alle Themengebiete einmal durch. Versuche nicht, alles sofort zu behalten. Es geht darum, ein Gefühl für die Logik der Fragen zu bekommen. Schau dir besonders die “Gefahrenlehre” an, da diese Fragen oft 5 Punkte wert sind.
Phase 2: Das Aussieben (Tag 4-8)
Nutze den Filter “Falsch beantwortete Fragen”. Dein Ziel: Den roten Bereich in der App auf Null zu bringen. In dieser Phase lernst du am meisten. Schau dir die Erklärungen in der App an, wenn du eine Frage nicht verstehst. Wenn du die Logik verstehst, musst du nicht auswendig lernen.
Phase 3: Der Simulations-Marathon (Tag 9-14)
Jetzt wird es ernst. Mache täglich mindestens drei bis fünf Prüfungssimulationen. Eine Simulation unterliegt demselben Zeitdruck und derselben Punkteverteilung wie die echte Prüfung beim TÜV oder der DEKRA. Erst wenn du zehn Simulationen in Folge bestanden hast, solltest du zur Prüfung gehen. Dein Ziel sollte eine Fehlerquote von unter 3 Punkten in den Simulationen sein, um einen “Sicherheitspuffer” für die echte Prüfung zu haben.
9. Die Prüfung in 12 Sprachen
Deutschland ist ein Einwanderungsland, und das spiegelt sich im Führerschein wider. Die Theorieprüfung kann 2026 in 12 offiziellen Sprachen abgelegt werden. Das ist ein enormer Vorteil für Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Wichtig zu wissen: Die Qualität der Übersetzungen wurde 2026 nochmals verbessert, um Missverständnisse durch ungenaue Formulierungen zu vermeiden. Die Apps bieten oft einen “Sprachwechsel”-Button an, mit dem du während des Lernens zwischen Deutsch und deiner Muttersprache hin- und herschalten kannst. Dies hilft extrem dabei, auch die deutschen Fachbegriffe für die praktische Prüfung zu lernen.
10. Tipps gegen Prüfungsangst und “Trickfragen”
Die Theorieprüfung findet in einem sterilen Raum an einem Tablet oder Computer statt. Viele Fahrschüler sind nervös. Hier sind drei Profi-Tipps:
- Lies die Frage zweimal: Oft sind es kleine Wörter wie “nicht” oder “nur”, die den Sinn der Frage komplett verändern.
- Die “Alles-oder-Nichts”-Falle: Bei Multiple-Choice-Fragen können eine, zwei oder alle drei Antworten richtig sein. Es gibt keine Teilpunkte. Wenn du eine Antwort vergisst anzukreuzen, ist die ganze Frage falsch.
- Vertraue deinem ersten Impuls: Statistiken zeigen, dass die erste Antwort meist die richtige ist. Ändere deine Antwort nur, wenn du dir absolut sicher bist, dass du dich geirrt hast.
11. Die Rolle der Fahrschule und digitale Transformation
Trotz aller Apps: Der Theorieunterricht in der Fahrschule ist in Deutschland immer noch gesetzlich vorgeschrieben (12 Doppelstunden Grundstoff, 2 Doppelstunden Zusatzstoff für Klasse B). Eine gute Fahrschule nutzt diesen Unterricht 2026 nicht mehr, um Fragen vorzulesen, sondern um die komplexen Zusammenhänge und moralischen Aspekte des Fahrens zu diskutieren.
Zudem gibt es 2026 vermehrt “Blended Learning” Modelle, bei denen Teile des Theorieunterrichts digital in Virtual Reality (VR) stattfinden können. Dies hilft enorm, um beispielsweise Vorfahrtssituationen räumlich zu begreifen, bevor man sich in das echte Auto setzt.
12. Endspurt: Die Checkliste für den Prüfungstag
Wenn der Tag der Theorieprüfung gekommen ist, solltest du nichts dem Zufall überlassen. Hier ist deine Checkliste für 2026:
- Personalausweis oder Reisepass: Ohne Originaldokument keine Prüfung!
- Ausbildungsbescheinigung: Diese stellt dir deine Fahrschule aus, sobald du alle Theoriestunden absolviert hast.
- Pünktlichkeit: Erscheine mindestens 15 Minuten vor dem Termin beim TÜV/DEKRA.
- Ruhe bewahren: Du hast 45 Minuten Zeit für 30 Fragen – das ist mehr als genug.
13. Häufig gestellte Fragen (FAQ) 2026
Wie lange ist eine bestandene Theorieprüfung gültig? Deine bestandene Theorieprüfung ist genau ein Jahr lang gültig. In dieser Zeit musst du die praktische Prüfung bestehen, sonst verfällt das Ergebnis und du musst von vorne anfangen.
Kann ich die Prüfung mehrmals machen? Ja, du kannst die Prüfung beliebig oft wiederholen. Allerdings gibt es eine Sperrfrist von zwei Wochen nach jedem Fehlversuch. Zudem kostet jede Wiederholung erneut Gebühren.
Gibt es 2026 noch mündliche Prüfungen? Nur in absoluten Ausnahmefällen (z.B. bei nachgewiesener schwerer Legasthenie). Diese müssen vorab bei der Fahrerlaubnisbehörde beantragt werden.
Fazit: Keine Angst vor der Masse
Die Zahl der Fragen im Jahr 2026 mag einschüchternd wirken, aber mit der richtigen Strategie und einer modernen App ist sie absolut machbar. Der Führerschein ist mehr als nur ein Stück Plastik; er ist dein Ticket in die Freiheit und ein wichtiger Baustein für viele Berufe. Lass dich nicht von der Bürokratie oder der Anzahl der Fragen entmutigen. Wer strukturiert lernt, besteht die Theorie beim ersten Mal!
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